Grundig MCF 500 Kassetten Deck

Tu mal lieber Kassette…

Der 1. Beitrag in 2013!
Ich konnte nicht wiederstehen – obwohl Kassetten so ein inperfektes Speichermedium für Musik sind. Meine Grundig-Ecke im Schlafzimmer ist wieder um eine Atraktion reicher geworden: ein Grundig MCF 500 Kassetten-Deck.

Sowas habe ich bisher noch nie auf einem Gerät gelesen:

Nun in der Totalen:

Und im Dunkeln:

Was soll man sagen? Das Gehäuse sieht fast aus wie neu – komplett aus Alu oder sowas in der Art. Laut Aussage des Verkäufers wurde es „wenig bespielt“ also bleibt zu hoffen, dass auch in der kommenden Zeit keine Fehler, wie das berühmt berüchtigte Idler-Zahnrad, auftreten. Dieses scheint aus einem weichen nylonartigen Material gefertigt zu sein, damit das Laufwerk ruhig läuft. Deswegen zerbröckelt es regelrecht und verliert „Zähne“. An der Din-Buchse zum Verstärker musst ich etwas friemeln, damit kein Wackelkontakt mehr auftrat aber ansonsten arbeitet das Teil tadellos.
Es hat auch schon so nette Funktionen wie den nächsten oder vorherigen Titel anspulen und einen Memo-Speicher für das Zählwerk. Damit kann man eine Stelle „merken“ und dort wieder hinspulen – natürlich nur über den Zähler gemessen, kein Index auf dem Band o.ä.. Aufnehmen funktioniert auch – Als Audioquelle dient der Airport Express über den Grundig RTV 820 Verstärker. Die einzige Funktion die ich noch nicht verstanden habe ist vorne am Laufwerk die kleine Taste „Post Fad“ mit der Öffnung. In die Öffnung passt ein kleiner Metallstift, den man rechts neben dem Laufwerk aus dem Gehäuse ziehen kann und ihn dann eben in das Loch neben „Post Fad“ stecken kann.  Spielt das Deck kann man den Stift bis zum Anschlag in die Öffnung stecken, ist es im „Stop“ Zustand passt es nur ein Stück rein. Es lässt sich dann drehen, also vermute ich, dass dort in der Tiefe ein Poti o.ä. steckt der irgendwas bewirkt. Gerne Kommentare dazu – habe leider auch noch kein Handbuch zu dem Gerät gefunden.

Baujahr dürfte so anfang der 80er Jahre gewesen sein – anbei der Link zum Radiomuseum

Zum Schluss noch 2 Videos 🙂

Die Zählwerk-Memory-Funktion:

Titel „anspulen“:

Nachtrag:

Die Fragen bezüglich des Steck-Stifts und der „Post Fad“ Taste habe ich mir gerade beantworten können – habe das Handbuch des MCF 600 im Netz gefunden 🙂
Der Stift wird im pausierten Wiedergabe- oder Aufnahmemodus in die Öffnung mit dem Uhrensymbol gesteckt und dient lediglich dazu, die Wiedergabe oder Aufnahme zu starten wenn der Recorder über eine Zeitschaltuhr betrieben wird. Ist der Stift nicht gesteckt befindet sich das Deck nach Einschalten der Netzspannung im Leerlauf (der Capstan Motor dreht, sonst passiert nichts) – ist nun der Stift pausiert gesteckt und das Gerät wird eingeschaltet, startet direkt die Wiedergabe oder Aufnahme (je nach dem in welchem Modus das Gerät gebracht wurde). Ganz clever gelöst 😉
Der „Post Fad“ Taster wird während der normalen Wiedergabe in Verbindung mit gedrückt gehaltener „Start“ Taste eingesezt. Er dient zum partiellen Löschen von unerwünschten Stellen in der Aufnahme und schaltet vermutlich nur den Löschkopf ein, was zu einem „Ausblenden“ der unerwünschten Stelle führt. Diese Stelle ist dann unwiederbringlich überschrieben. Der Witz ist, dass es sogar bei schreibgeschützten Kassetten klappt. Da man ja heute eher weniger aus dem Radio aufnimmt eher eine Funktion am Rande.

Das war dann erstmal dazu – gute Nacht 🙂

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